Verführung zum Erfolg: Das verflixte Erste Mal

Angeblich ist das siebte Ehejahr das schwierigste. Im Film von Billy Wilder taucht Marilyn Monroe als Versuchung auf. Letztendlich hält der Held aber Stand. Er besteht die Probe und versagt nur auf höchst vergnügliche Weise in seinen Träumen.

Im Wahren Leben ist vieles anders. Die eigentliche Gefahr lauert nicht nach Jahren der Erfahrung. Sie steht ganz am Anfang. Die meisten Menschen geben nach dem verflixten ersten Mal auf und verpassen so die Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen.

Wer etwas das erste Mal probiert, sollte nicht erwarten, daß alles sofort klappt. Welches Kind konnte auf Anhieb laufen? Tatsächlich ist jeder Mensch in seinem Leben unzählige Male hingefallen. Mit der Fortbewegung hat es dann trotzdem funktioniert, weil man sich nicht entmutigen ließ, weil Menschen die ersten Fehltritte bejubelten und man einfach noch nicht wußte, was Versagen eigentlich ist.

Mit den Jahren kommen nicht nur die Fehltritte, sondern auch das Bewußtsein, daß sie etwas Verwerfliches sind. Man versucht, etwas vielleicht einmal, doch wenn es nicht paßt, funktioniert oder schmeckt, läßt man es gleich wieder bleiben. Mit den Jahren ist nämlich noch etwas anders gewachsen: Die lieben Gewohnheiten. Man gewöhnt sich eben an alles. An den Job, der einen zu Tode langweilt, an den Partner, der nur Dummes Zeug redet, an den Lärm und den Schmutz in der Stadt, weil er einfach dazu gehört. Glücklicherweise gibt es immer wieder Menschen, die so unangepaßt sind, daß sie sich mit dem Status Quo nicht abfinden. Für sie ist etwas, das sie stört, verflixt, die Versuche es zu ändern dagegen nicht. Sie Fragen weiter, sie kritisieren weiter, sie machen einen sinnlosen Versuch nach dem anderen bis ihnen etwas gelingt, was bisher noch niemand geschafft hat.

In der Geschichte vom dem Frosch, der das Rennen auf den höchsten Turm der Stadt gewinnt, liegt eine gewisse Weisheit. Als der Sieger gefragt wird, wie er das schaffen konnte, reagiert er nämlich nicht. Der Reporter gibt glücklicherweise auch nicht auf, bis er schließlich erkennt, daß der Frosch taub ist. Nur so konnte er all die Unkenrufe ignorieren und an die Spitze gelangen.

Jeder von uns trägt diese Kritiker in sich, die schreien: Das geht nicht. Verlorene Liebesmüh. Schuster bleib bei deinen Leisten. Nach dem verflixten ersten Mal sind sie besonders laut und ihre Einreden bei dem Gewohnten zu bleiben, besonders verführerisch.

Niemand weiß, was passiert wäre, wenn der Held im verflixten siebten Jahr Marilyn Monroes Werben nachgegeben hätte. Sicher ist, wer nach dem ersten Fehlschlag aufgibt, wird keine Antwort finden, was von seinen Träumen Wirklichkeit werden kann. Sieben Versuche sollte man sich mindestens gönnen und wenn es dann noch immer nicht klappt, hat man zumindest die Gewißheit seinen Träumen ein kleines und sich selbst ein großes Stück näher gekommen zu sein.

Selbsterfahrung, Ungewohntes und Verführung zum Erfolg garantieren die Kurse in Stressmanagement und Sozialer Kompetenz (GSK).

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