Mut und Marlene

Kinder springen an einem heißen Sommertag gerne durch die Strahlen eines Rasensprengers. Sie quieken und tanzen, während sie naß werden. Dabei vergessen sie sich selbst, fühlen einfach das Wasser auf der Haut und genießen es am Leben zu sein.

Eltern sind vorsichtig. Sie ziehen das Handtuch hervor und ermahnen die Kinder, nicht mit nassen Kleidern im frischen Wind zu tanzen. Heimlich haben sie aber ihr Vergnügen an den Kleinen, die so ausgelassen sind und den Moment genießen.

„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.“ Dieser Satz stammt von Marlene Dietrich. Ähnliche Aussagen finden sich immer wieder bei klugen Menschen, die auf ihr Leben zurückblicken. Die wenigsten sorgen sich nachträglich um den Schnupfen. Sie würden aber früher und mehr im Regen tanzen. No risk no fun, ist ein anderer beliebter Spruch von Abenteuern. Die Wahrheit, die sich darin verbirgt, ist die, daß Lebensfreude, ja vielleicht das Leben an sich, nur gedeihen kann, wenn es in Gefahr gebracht wird.

Fehler sind gefährlich. Sie können zu einer negativen Bewertung mit erheblichen Konsequenzen führen. Fehler können einen den Job kosten. Fehler können dazu führen, daß Beziehungen in die Brüche gehen. Und das Vermeiden? Welche Folgen hat eine Lebensstrategie, die Risiken minimiert und auf Nummer Sicher geht? Ein Mangel an Stress, das zeigt die psychologische Forschung, ist genauso schädlich für das körperliche und psychische Gleichgewicht wie zu viel des Guten. Bore oder Burn – das ist hier die Frage. Erst durch Belastung entwickeln Menschen Widerstandskraft und neue Kompetenzen. Resiliente Menschen sind solche, die Leid erfahren haben. Sie wurden verletzt und haben die Erfahrung gemacht, daß das Leben weitergeht.

Sicherheitsapostel arbeiten gerne mit Negativbeispielen und bedrohlichen Statistiken. Was nicht alles Schreckliches geschehen kann, wenn man nicht aufpaßt. Die Gefahr ist allgegenwärtig. Doch wer kann den Schmerz berechnen, der entsteht, wenn man auf ein vergeudetes Leben zurückblickt. Echtes Leben schließt die Gefahr des Scheiterns mit ein. Wer nicht scheitert, lebt nicht, könnte man fast sagen.

Marlene ging nach Hollywood und wurde ein Weltstar, den man heute noch bewundert. Sie hätte in Deutschland bleiben können, um mit den Nazis unterzugehen. Wenn es das nächste Mal regnet, kann man den Schirm aufspannen und sich ärgern. Alternativ kann man die große Bühne des Lebens betreten und wie Marlene tanzen. Tanzkurse für den Geist und für die Seele in Berlin bietet Innere Stärke. Easy Stressmanagement Kompakt.

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