Sympathie-Psychologie

Den offenkundigen Nutzen, den es haben kann, auf andere Menschen “sympathisch” zu wirken, werde ich an dieser Stelle nicht ausführen. Stattdessen werde ich 3000 Jahre Literatur zu diesem Thema in 3 einfachen Ratschlägen zusammenfassen, die auch in den Workshops Gruppentraining sozialer Kompetenz Thema sind.

Attraktivität ist ein bewährtes Mittel, um auf andere Menschen sympathisch zu wirken. Damit ist auch nicht in erster Linie oder gar ausschließlich körperliche Attraktivität gemeint. Ein gepflegtes Äußeres kann sicher nicht schaden. Langfristige Beziehungen resultieren oft aus einer primären körperlichen Anziehung. Der Termin beim Friseur oder der Besuch eines Fitnessstudios werden also mit großer Wahrscheinlichkeit von Nutzen sein.

Daneben kann man attraktiv wirken, indem man sich mit begehrten Artikeln umgibt. Dieser Vorgang wird als symbolische Selbstergänzung bezeichnet. Schicke Autos, teurer Schmuck aber auch attraktive Menschen, mit denen man sich zeigt, führen zur Steigerung der eigenen Anziehungskraft.

Attraktivität resultiert aber auch sehr oft aus profaner Ähnlichkeit, womit wir bei der zweiten Strategie wären. Die meisten Menschen oder mindest jene, die sich selbst einigermaßen akzeptieren können, suchen gerne die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Ähnliche Einstellungen und Meinungen bewirken, dass Menschen sich sympathisch finden. Ja, es muss nicht einmal in die Tiefe gehen. Auch äußerliche Ähnlichkeiten wie der gleiche Kleidungsstil oder das gleiche Parfun haben zur Folge, dass man den anderen eher mag. Sogar bei Handlungen funktioniert es. Wenn man sein Gegenüber – nicht zu affig – spiegelt, wird das beim Gesprächspartner vermutlich ein Gefühl der Behaglichkeit auslösen, was wiederum bewirkt, dass man als sympathisch eingeschätzt wird.

Und jetzt überlegen Sie kurz, wen Sie sympathisch finden? Sind es Menschen, die Sie permanent kritisieren oder solche, die einen griesgrämigen Gesichtsausdruck aufsetzen, wenn Sie Ihnen begegnen? Wohl eher nicht. Die Annahme liegt nahe, dass Sie jemanden nett finden, wenn er Sie anlächelt oder sogar lobt. Lächeln und freundliche Worte zählen zu den sozialen Verstärkern. Das sind kleine – oft immaterielle - Zeichen der Anerkennung. Sie nicken und lächeln, wenn der andere spricht. Versucht er witzig zu sein, brechen Sie in schallendes Gelächter aus. Erzählt er etwas trauriges zeigen Sie tiefstes Verständnis und Mitgefühl.  Er (oder Sie) mag noch so lange und weitschweifend erzählen, Ihre Augen leuchten wie zwei Sterne. Ich garantiere Ihnen, man wird Sie nett finden.

So also lautet der geheime 3-Satz der Sympathie-Psychologie: Attraktivität aufbauen, Ähnlichkeit erzeugen und viel, viel nonverbal loben (= Verstärkung).

Und jetzt viel Spaß mit den Naturgesetzen der Psychologie. Sollte es bei jemanden nicht funktionieren, wäre das ein Fall für den Nobel-Preis. Aber vertrauen Sie mir. Das Leben (und auch die Psychologie) sind ganz einfach.

So einfach und praktikabel wie die besagten Trainings in sozialer Kompetenz und Selbstsicherheit (auch Stressprävention durch Soziale Kompetenz genannt). Der nächste Informationsabend ist am 19. Juli, 2012, 19 -20 Uhr, Rigaer Str. 89, 10247 Berlin. Sie sind herzlich willkommen.

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