Spieglein, Spieglein…wer ist die Selbstsicherste im Land?

Wer mehr Selbstsichereit und soziale Kompetenzen entwickeln will, kann sich gut an Vorbildern oder Modellen orientieren. Der Vorteil ist, dass man auf diesem Weg schnell  ein klares Bild bekommt, was man verändern und trainieren will. Das, was einem an einem anderen gefällt, ist – so die Natur der Sache – etwas, was man auch machen (!) kann.

Dabei soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass auch interne, nicht beobachtbare Prozesse eine Rolle spielen. Glücklicherweise ist der Mensch nun aber ein integriertes “System” aus Denken, Fühlen und Handeln. Es ist gar nicht so wichtig, wo man bei Veränderungsprozessen ansetzt. Das Denken ist häufig ein guter Ansatzpunkt, weil es den Anschein hat, dass wir es in weiten Teilen kontrollieren und verändern können.

Doch auch hier greifen natürlich Automatismen, die sich über die Jahre eingeschliffen haben. Deshalb kann es hin und wieder auch sinnvoll sein, den umgekehrten Weg zu wählen, auf die eigenen Gedanken der Angst oder Unsicherheit zu pfeifen und einfach mal so zu tun, als wäre man voller Selbstvertrauen, durchsetzungsfähig und würde die Gelegenheit zu jedem sozialen Kontakt genießen.

Wenn man dann so schauspielt, macht es Sinn, sich ein gutes Modell als Vorlage zu wählen. Man denkt an jemanden, der sich so verhält, wie man es auch gerne täte. Das kann der Nachbar, Freund oder die Kollegin von der Arbeit sein. Was machen diese Menschen, dass sie scheinbar sicher und kompetent wirken?

Bei genauer Betrachtung werden einem viele Details auffallen. Vielleicht ist es eine bestimmte Körperhaltung. Die Art und Weise sich auszudrücken oder die Tatsache, dass diese Menschen unverblümt ihre Meinung sagen und die eigenen Bedürfnisse benennen. Nehmen Sie einfach das, was Sie beobachten können und kopieren Sie es.

Und schauen Sie was passiert….

Die Logik legt nahe, dass Sie beim gleichen Verhalten wie eine andere Person, gleiche Ergebnisse erzielen. Wäre das nicht so, könnte man den Trainingsansatz an sich vergessen und davon träumen, dass es unfassbare Kräfte und ein geheimes Charisma sind, die Menschen zum Erfolg verhelfen. Das ist glücklicherweise nicht so. Nicht in allen Fällen, aber in vielen, wird das Modelling Fortschritte bringen.

Wenn Sie dabei auch noch flexibel bleiben, werden Sie schrittweise die Stufe der reinen Imitation hinter sich lassen. Sie werden bei genauer Betrachtung herausfinden, was es wirklich ist, das die gewünschten Ergebnisse erzielt. Womöglich lag es nicht an der Frisur oder dem forschen Auftreten Ihres Vorbildes. Es ist vielleicht nicht die laute Aussprache und auch nicht das Augenzwinkern. Es ist etwas anderes und dieses Etwas entdecken Sie durch Versuch und Irrtum.

Irgendwann erreichen Sie dann den Punkt, an dem Sie selbst kreativ werden können. Das ist dann der Fall, wenn Sie die grundlegenden Techniken beherrschen und Sie entsprechend ihrer Persönlichkeit ergänzen können. Dann haben Sie es geschafft: Sie sind effektiv, erfolgreich UND Sie selbst. Herzlichen Glückwunsch!

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