Flowerpower-Stressmanagement

Wer kennt sie nicht die geheimnisvolle verzaubernde Wirkung von Blumen. Tatsächlich können Blumen dazu beitragen, das Stresslevel deutlich zu senken. Sie sind sogar in der Lage starke Glücksgefühle auszulösen.

Jeanette Havilland-Jones und ihre Kollegen gingen der Wunderwirkung der Blumen wissenschaftlich nach. Sie schenkten ihren Versuchspersonen Blumen und maßen streng wissenschaftlich die Reaktion darauf. Als Messgrößen verwandten sie unter anderem das so genannte Duchenne-Lächeln. Gemeint ist eine Form des Lächelns, die quasi natürlich und ungezwungen auftritt, wenn Menschen sich tatsächlich wohl fühlen.

Eine andere Messgröße war die Distanz zwischen Menschen, die je nach Kultur und sozialem Hintergrund unterschiedlich vordefiniert ist. Bestimmte situative Bedingungen legen einen bestimmten Abstand und ein bestimmtes Verhalten zwischen Menschen nahe. In Aufzügen beispielsweise, wo Menschen gezwungen sind, auf engem Raum nahe beieinander zu stehen, achtet man darauf sich in die Ecken des Aufzugs zu begeben und den Blick abzuwenden.

Die Forscher ließen ihre Teilnehmer an einer Fragebogenaktion teilnehmen und versprachen ihnen dafür eine Belohnung. Bei ieser nun handelte es sich einerseits um einen Strauß Blumen und andererseits m einen Korb mit diversen Geschenken, darunter Süßigkeiten.

In einem zweiten Forschungsansatz überreichte man im Fahrstuhl den Versuchspersonen spontan eine Blume aus einem Strauß, während ein zweiter Beobachter, den Gesichtsausdruck und die körperliche Reaktion registrierte.

In der dritten Variante führten Interviewer Gespräche mit Menschen, die vorher ein Blumengeschenk erhalten oder nicht und erfragten ihre Stimmungslage und testeten ihre Gedächtnisleistung.

Die Ergebnisse waren eindeutig. Menschen, die Blumen geschenkt bekommen, sind signifikant glücklicher. Depressive Episoden traten seltener auf und auch die Gedächtnisleistung der Beschenkten zeigte sich verbessert.  Menschen, die im Aufzug mit Blumen beschenkt werden, verkürzen den Abstand von ihrem Gegenüber und erlauben Nähe. Blumen, das belegt die Studie, sind also ein idealer Stresslöser. Sie steigern das Wohlbefinden, bringen Menschen miteinander in Kontakt und verbessern die kognitive Leistungsfähigkeit.

Drei Erklärungen lassen sich für die Befunde heranziehen. Zunächst einmal sind Blumen im Bewusstsein vieler Menschen mit positiven gesellschaftlichen Anlässen verbunden. Die Gegenwart von Blumen könnte also
eine gelernte positive Reaktion auf ein erwartetes freudiges Ereignis sein.

Ein anderer Erklärungsansatz hebt auf den Hinweisreiz der Blumen für ein „fruchtbares“ Überlebenswichtiges Umfeld ab. Womöglich reagieren Menschen positiv auf Blumen, weil sie im Laufe der Evolution gelernt haben, das
Blumen für Fruchtbarkeit und eine gesunde Natur stehen, die das Überleben gewährleistet.

Schließlich gibt es auch noch die Idee, dass Blumen mit ihren vielfältigen sensorischen Reizen aus Farben, Symmetrie und Duft eine stimmungsaufhellende neurologische Reaktion stimulieren.

Wie immer die Wirkung auch zustande kommt, sie ist wissenschaftlich belegt und kann sicher und pragmatisch in das tägliche Stressmanagement integriert werden.  Wer sich mit Blumen umgibt, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit besser fühlen und den Herausforderungen des Alltags besser gewachsen sein. Wer andere mit Blumen beschenkt, wird diese glücklicher und stressfreier machen, sich in ein positives soziales Licht rücken, den Selbstwert steigern und ein positives Feedback erwarten dürfen.

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