Anspruchsniveau senken – Leistung verbessern!

Der Titel dieses Artikels mag für den einen oder anderen sonderbar klingen. Wie kann mich sich verbessern, wenn man seine Ansprüche senkt?

Perfektionismus kann die Quelle von Höchstleistung sein. Oft ist er aber auch die Quelle von gar keiner Leistung. Aufgaben werden nicht angegangen oder beendet, weil man auf keinen Fall ein “nur” gutes Ergebnis erzielen will. Ganz oder gar nicht lautet für viele das Motto, was zur Folge hat, dass sie häufig beim gar nicht enden.

Doch wie senkt man sein Anspruchsniveau, wenn man gelernt hat, dass nur die Spitzenleistung zählt?

Perfektionismus ist tatsächlich ein Fluch, der sich durch viele verpfuschte Karrieren zieht. Meist wurde er in der Kindheit antrainiert. Nur wenn man aus der Masse herausragte, erhielt man Anerkennung. Gut war nicht einmal die Norm und kein Grund für Wertschätzung. Im Laufe des Lebens übernahm man diese schädliche Haltung. Anstatt sie zu hinterfragen und ihre Wirkung auf Sozialleben und Gesundheit kritisch zu betrachten, arbeitete man wie besessen dafür, bloß nicht im Mittelmaß zu versinken. Die Angst vor dem Versagen trieb einen an.

Doch Angst ist kein guter Ratgeber. Angst ist der Erzfeind der Kreativität. Höchstleistung stößt irgendwann an quantitative Grenzen. Für den nächsten Schritt ist Innovation erforderlich…und die Abkehr vom Perfektionismus! Spielerisch und ohne Versagensangst lässt sich das Neue viel besser entwickeln. Also: Wer sich verbessern will, sagt am besten dem Perfektionismus Ade und fängt an Fehler zu machen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem ganz gezielten Tag des Mangels, Perfektionismus-Fasten sozusagen. Das wird zunächst nicht einfach sein. Loslassen verlangt Mut und Überwindung. Trauen Sie sich doch einfach:

- Nicht 10 mal in den Spiegel zu schauen, bevor Sie das Haus verlassen
- Nicht bei Stiftung Warentest nachzuschauen, welches Produkt auf Platz 1 ist
- In einen Kinofilm zu gehen, ohne vorher die Kritiken zu lesen
- Eine Präsentation, die ein Jahr alt ist, wieder zu verwenden, ohne sie zu überarbeiten
- Das Geschenk für den guten Freund auf dem Weg zur Party zu kaufen
- Vom 3 Meter Brett zu springen, obwohl sie keinen Hechtsprung beherrschen
- Ein Bild zu malen, obwohl sie angeblich nicht malen können
- Die Wohnung mal eine Woche nicht aufzuräumen
- Die Bluse einen Tag länger anzuziehen
- Die Mail abzuschicken, ohne dreimal Korrektur zu lesen
- Ihre Meinung zu sagen, ohne alle Fakten studiert zu haben
- Wieder Fußball zu spielen, obwohl sie nicht 100%ig fit sind

Diese Liste können Sie nach Belieben erweitern. Doch auch hier sind Sie frei.

Mit etwas Glück werden Sie die Ergebnisse überraschen. Sie werden sich verbessern. Sie werden entspannter sein, mehr Lebensfreude empfinden und den Stress der Veränderung positiv erleben.

Schicken Sie mir gerne Ihre Ideen für den Tag ohne Perfektionismus. Oder kommen Sie zum nächsten Termin “Easy Stressprävention” und erleben Sie es LIVE.

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