5 Freunde?

Von Jim Robin, einem amerikanischen Motivationstrainer der alten Schule, stammt der Satz: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Die Idee hinter dieser Aussage läßt sich leicht nachvollziehen. Das soziale Umfeld prägt den Menschen. Wer sich mit Menschen umgibt, die an sich selbst Zweifeln, ständig Klagen und das Glas eher als halbleer als halbvoll ansehen, wird sich nicht verhindern können, daß ähnliche Einstellungen und Handlungen auf einen selbst abfärben. Umgekehrt bedeutet es natürlich auch, wer glückliche, selbstsichere und optimistische Menschen seine Freunde nennt, für den wird das Leben automatisch leichter sein und das Glas eben verlockend voll.

Soweit die Theorie. Selbstverständlich verbindet sich damit dann auch eine Handlungsempfehlung. Wer mehr Freude in sein Leben bringen will, muß echte Freunde finden, Menschen, die einem zu guten Gefühlen und guten Gedanken über sich und die Welt verhelfen. Es heißt nicht, daß man alles Negative meiden oder traurige Menschen ignorieren sollte. Im Gegenteil. Wer anderen helfen will, braucht Kraft und Optimismus, die er gewinnt, wenn er seine sozialen Energiequellen kennt und selbstbewußt anzapft. Wer viel nimmt, wird auch viel geben können.

Wer diesem Gedankengang zustimmt und aktiv werden will, macht das am besten in 3 Schritten. Schritt eins besteht darin, sich sein soziales Netzwerk anzusehen und diejenigen zu identifizieren, mit denen man die meiste Zeit verbringt. Heutzutage zählen dazu eben auch Online-Freunde und virtuelle Kontakte. Wer häufig mit einem bestimmten Menschen chattet, verbringt in der virtuellen und der realen Welt viel Zeit mit ihm. Er/sie ist dann Influencer für das eigene Wohlbefinden.

Im Folgeschritt stellt man sich Fragen nach der Wirkung dieser Kontakte. Man überlegt sich ganz ruhig, wer einem tatsächlich guttut. Nach welchen Gesprächen fühlt man sich inspiriert? Mit wem lacht an viel auf eine befreiende positive Art? Wer zeigt einem, daß er zu einem steht, in guten wie in schlechten Zeiten und an einen glaubt? Natürlich könnte man die Fragen noch abwandeln. Wichtig ist die Zielrichtung. Sie lautet: Welche Beziehung bereichert mein Leben positiv?

Diese Analyse wird auch Erkenntnisse bringen, die einen nicht gleich begeistern. Muß man sich doch vielleicht eingestehen, daß es Menschen im eigenen Umfeld, beruflich oder privat gibt, die einen einfach gesagt, immer wieder „herunterziehen“. Möglicherweise handelt es sich sogar um Personen, zu denen man eine langjährige persönliche verwandtschaftliche Beziehung hat. Wenn das der Fall ist, werden einem die Aussichten nicht freudig stimmen. Entscheidungen sind gefragt. Womöglich sogar Scheidungen, auf Zeit oder für immer. Der dritte Schritt ist der entscheidende. Dazu bedarf es viel Mut. Mut und Know-how. Nach dem Entschluß kommt nämlich die Umsetzung in zwei Teilen. Erstens Abstand schaffen und zweitens Nähe wagen. Nähe und Distanz in sozialen Kontakten ist für viele Menschen eine lebenslange Herausforderung. Ihre Bewältigung gelingt dank sozialer Kompetenz.

Wem das Talent mit Menschen umzugehen nicht in die Wiege gelegt wurde, muß nicht verzagen. Verhaltensweisen wie sich klar abzugrenzen, Konflikte konstruktiv zu lösen oder auf andere zuzugehen, kann man lernen. Vielleicht nicht über Nacht, doch immerhin innerhalb von ein paar Wochen oder einem intensiven Wochenend-Workshop. Das Gruppentraining sozialer Kompetenz ist ein bewährter Ansatz dafür. Innerhalb kurzer Zeit lernt man das Handwerkzeugs der sozialen Kompetenz. Verhaltensweisen wie Komplimente machen, selbstbewußt Nein-Sagen, Wünsche mitteilen, andere bestätigen und vieles Mehr kann man lernen. Der Kurs ist ein wichtiger Schritt. Das Laufen und Leben lernt man danach Tag für Tag besser und besser.

So kann man sich ändern und sein soziales Umfeld ändern. Und so kann man echte Freunde finden. 5 Freunde und sich selbst. In den Kursen Easy Stressmanagement, Stressmanagement für Führungskräfte und im Gruppentraining sozialer Kompetenz arbeitet Dipl.-Psych. mit dieser Idee der Persönlichkeit und der Steigerung des Wohlbefindens durch Förderung sozialer Kompetenz.

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